Schützenverein Hohe Belmicke 1921 e.V.

 Chronik von 1921 bis 1996


 

Protokoll des Schützenvereins Belmicke gegründet 1921:

In zwanzig kurzen Kapiteln gaben sich die Männer der ersten Stunde eine Satzung. Wie sehr sie sich der Geselligkeit und der Zusammengehörigkeit verpflichtet fühlten, geht aus dem Wortlaut des 1. Kapitels hervor.

Der Zweck des Schützenvereins soll sein, seine Mitglieder dazu anzuhalten, Geselligkeit und Kameradschaft zu üben und zu pflegen. Vor allem soll der Schützenverein mit den Jugendpflege treibenden Vereinen die Jugend vor dem geistigen und körperlichen Untergang retten.

Dem Grundsatz der Geselligkeits- und Kameradschaftspflege wurden die Belmicker Schützen nie untreu. Aus allen Protokollen geht hervor, dass die Versammlungen nach der Erledigung der notwendigen Tagesordnungspunkte mit einem ausgiebigen gemütlichen Teil endeten. Man feierte damals nicht nur Schützenfest und übte sich im Schießen, man spielte für die Dorfbevölkerung auchTheaterstücke.

Die Modalitäten des Vereinslebens wurden der Zeit entsprechend festgelegt. So wird über den notwendigen Beitrag unter 14. ausgesagt, dass er der Zeitlage entsprechend erhöht oder erniedrigt werden kann.

Unter 15. heißt es:  Jedes Jahr findet ein Stiftungsfest statt. Die Generalver-
sammlung beschließt den Tag und die Art der Feier.

Alles wird geregelt. Auch die Toten werden nicht vergessen. Kapitel 18 führt aus: Stirbt ein Mitglied des Vereins, so ist es Ehrenpflicht der Mitglieder an dem Begräbnis teilzunehmen. Außerdem lässt der Verein jedes Jahr ein Seelenamt für seine verstorbenen Mitglieder lesen. Die Kosten werden von der Vereinskasse bestritten.  Dies ist auch bis heute so geblieben. Es findet seinen Ausdruck im Festgottesdienst der Schützen am Sonntag des jeweiligen Schützenfestes.



Als Vereinslokal wählen die Schützen die Gaststätte Josef Bieker (siehe Bild).

Aller Anfang ist schwer. Der Verein war gegründet, das erste Schützenfest stand 1922 vor der Tür. Der erste Vorstand hatte alle Hände voll zu tun.

Dem ersten Vorstand gehörten an: Rudolf Engels als Schützenmajor und 1.Vorsitzender, Heinrich Frohne sen. als stellvertretender Vorsitzender, August Halbe als Kassierer, Heinrich Kamp als Schriftführer und Albert Gräbe als Hauptmann.

Vorstand 1922 von links nach rechts:
Andreas Engels (Zugführer), Alois Bröcher (Königsadjutant), Fritz Maiworm (als Ersatz für Albert Gräbe), Heinrich Frohne jun. (Königsoffizier), Rudolf Schneider mit Frau ( König und Königin), Paul Engels (Königsoffizier), Rudolf Engels (1.Vorsitzender), August Halbe (Kassierer), Heinrich Kamp (Schriftführer) und Heinrich-Anton Frohne (2.Vorsitzender)

Das Eintrittsgeld wurde auf 10 Mark festgelegt, der Monatsbeitrag betrug 3 Mark.

In den Versammlungen vom Mai 1922 wird Alois Bröcher zum Königsadjutant gewählt. Die Firma Josef Stamm erhält den Auftrag, 50 Mützen zum Preis von 75 Mark je Stück zu liefern. Dankbar vermerkt der Chronist, dass die Firma Stamm für diesen Auftrag, dem Verein eine Königsschärpe stiftet.

Nachdem im Juni Heinrich Frohne jun. und Paul Engels als Königsoffiziere sowie Andreas Engels und Josef Pflitsch als Zugführer gewählt sind, kann am 20. August 1922 das erste Schützenfest gefeiert werden. Es findet statt im Gasthof Hütte. Die Musik stellt die Feuerwehrkapelle Drolshagen. Das Festprogramm ist höchst kurz: 9:15 Uhr gemeinschaftlicher Kirchgang, 11:00 Uhr Abmarsch zum Königsschießen, darauf Abholen des Schützenkönigs mit folgender Krönung. Im Anschluss Festball im Saale der Gaststätte Josef Hütte.

Gasthof Hütte - hier fanden die ersten Schützenfeste statt.

In der letzten Versammlung vor dem Schützenfest, am 09.Juni 1922, wird dann noch festgelegt, dass den Königsvogel Herr Schreinermeister Grütz aus Hützemert anfertigt, der Nachbarverein Pernze eingeladen werden soll und dieser die für das Vogelschießen notwendigen Gewehre und die Munition stellen soll. Ob nun der Pernzer Verein die erforderlichen Schießeisen nebst Munition gestellt hat, ist vom Chronisten nicht vermerkt. Auch fehlen Hinweise auf den Ort des Vogelschießens.

1.König in der Vereinsgeschichte wurde Rudolf Schneider aus Gipperich, der sich in der späteren Versammlung mit Freibier seinem Volk als milder Regent erweist. Berücksichtigen muss man hier, man befand sich damals in der Inflationszeit. Kaum gegründet, dass erste Schützenfest gefeiert und schon plagen den Verein große Sorgen.

1923 müssen wegen der Geldentwertung Ortskassierer ernannt werden, die in den Bereichen Belmicke, Brüchen, Gipperich, Benolpe, Gelslingen, Feldmannshof, Attenbach und Wörde vierteljährlich den Beitrag eintreiben.
Für das Schützenfest 1923 werden die Gewehre und die Munition beim Büchsenmacher Erwin Kirchhoff in Dieringhausen besorgt. Das Eintrittsgeld beträgt 5000 Mark. Der Chronist vermerkt, dass Fritz Schneider aus Wiedenest König wurde und als namhafter Gewinn ein amerikanischer Dollar zu verzeichnen ist, den die Schwester des Schützenkönigs stiftet.

Mit der Schaffung der Rentenmark, so hoffte man, ging es wieder bergauf. Auch 1924 feierte man das Schützenfest, König wurde der 1.Vorsitzende Rudolf Engels. Für 1925 schließt der Kassenbericht mit einem Gewinn von 4,20 RM ab. Der Jahres- beitrag wird auf 3 Mark und das Eintrittsgeld auf 1 Mark festgesetzt. Wegen der trostlosen Wirtschafts- und Arbeitslage fassten die Schützen den einstimmigen Beschluss, 1925 kein Schützenfest zu feiern.

Ob nun immer an den folgenden Festen Flinten und Munition vorhanden waren, ist nicht vermerkt. Die Überlieferung weiß aber von den "Schmietefesten", an denen der Vogel mit Steinwürfen von der Stange geholt wurde. Die Zuschauer gingen ebenso wie beim Schießen mit, wenn nach gezieltem Wurf der "Vuel op dr Stange wippete". Mit Gewehr und Munition geübt aber haben die Belmicker Schützen. Das beweist ein Vereins eigener  Schießstand, der in Form eines Blockhauses aus Rundhölzern gebaut war und unter der Schlade gestanden hat. Auch nahmen die Belmicker 1925 in Dieringhausen an den Schießwettbewerben des 1924 gegründeten Oberbergischen Schützenbundes teil.

Im April 1927 beschließt der Verein eine Fahne anzuschaffen. Sie wird nach Einholung von Entwürfen, einer außerordentlichen Haussammlung und vielem Hin und Her bei der Bonner Fahnenfabrik bestellt und im selben Jahr, am 1.Sonntag im Juli durch den Bürgermeister Stahmann geweiht.

Das Fest wird groß aufgezogen. Die Mitgliedsvereine des Oberbergischen Schützenbundes, die Nachbarvereine aus dem Westfälischen, der Gesangverein und der TUS Belmicke werden eingeladen. Obwohl das Fest unter schlechtem Wetter  stark leidet, vermerkt der Chronist stolz, dass kein Minus entstanden ist, was besonders auf das gute Ergebnis der Haussammlung zurückzuführen sei.

In den folgenden Jahren nimmt der Verein an Mitglieder zu, die Feste werden immer prächtiger. 1931 wechselt der Vereinsvorstand, 1.Vorsitzender wird Josef Engel aus Attenbach.

1933 legt sich der braune Schatten auch auf den Belmicker Schützenverein. Sämtliche Protokolle der vergangenen Jahr müssen laut Verfügung des Ministers abgeschrieben und eingesandt werden.

1935 werden alle Vereinsstatuten durch Minister-Verfügung außer Kraft gesetzt. An ihre Stelle treten die Reichseinheitsstatuten für Schützen- und Schießvereine. Der 1.Vorsitzende heißt von nun an Vereinsführer. Der Chronist vermerkt unter dem 5.Mai 1935: "Die Reichseinheitsstatuten sind in diesem Protokollbuch auf der ersten Seite eingeklebt worden". Im Dezember 1935 wird Rudolf Engels erneut
1. Vorsitzender (Vereinsführer).

1938 wird Johannes Werner Pfarrer der Hohen Belmicke. Im gleichen Jahr werden zum ersten Mal  durch den Pfarrer die Majestäten gekrönt. Die letzte Krönung durch den Pfarrer Johannes Werner war 1974. Die feierlichen Krönungen sind vielen älteren Schützen noch heute in guter Erinnerung. 1938 finden sich die letzten Eintragungen vor dem Krieg im Protokollbuch.

1939 wird das letzte Schützenfest gefeiert. König wird Josef Schmidt aus Benolpe. Dann bleibt es dunkel in der Geschichte des Vereins. Der Krieg mit seinen Leiden und Wirren und die Nachkriegszeit mit ihrem Elend macht auch vor dem Schützenverein Belmicke nicht halt. Von 1939 bis 1949 findet kein öffentliches Vereinsleben mehr statt.

1945 nach Kriegsende verstecken die Belmicker Schützen ihre Vereinfahne unter dem Heu. Von vier Waffen können zwei Waffen vor dem vernichten durch die Siegermächte gerettet werden. Alle gefunden Waffen werden auf dem Schulhof in Belmicke durch die Amerikaner verbrannt.

1949 regt sich neues Leben. Das erste Schützenfest nach dem Krieg wird auf dem Sportplatz gefeiert. Schützenkönig wird Herbert Tomasetti aus Feldmannshof. Der Verein wird zügig aufgebaut. Regelmäßig können Schützenfeste gefeiert werden.

1950 findet das Schützenfest auf dem Benolperkopp statt. König wird Martin Hardenacke aus Benolpe.

1951 feiert man das Schützenfest zum ersten mal im neugebauten St.-Anna-Heim.

St.-Anna-Heim - der Ort der Schützenfeste von 1951 - 1995

In diesem Jahr, 30 Jahre nach Vereinsgründung, erhält Belmicke mit Paul Engels den 1. Kaiser seiner Geschichte. Er wird die Würde 10 Jahre tragen. König wird Karlfried Bröcher aus Brüchen.

1953 findet im St.-Anna-Heim die Delegiertenversammlung des Oberbergischen Schützenbundes statt. Stolz kann der Chronist feststellen, dass diese Veranstaltung im gesamten Oberbergischen Schützenwesen ein gutes Echo gefunden hat. Bei der Wiedergründung des OSB 1951 traten die Schützen aus Belmicke sofort bei. 1953 bestand der OSB aus 26 Mitgliedsvereinen. Mit der Wahl von Adolf Pack begann 1953 eine neue Ära im Oberbergischen Schützenwesen. Auch fand 1953 das erste Bundesschützenfest statt.

1954 wird Josef Grütz 1.Vorsitzender. Er löst damit Rudolf Engels der 10 und 19 Jahre Vorsitzender war ab. Rudolf Engels wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1957 - 1960 gibt es in Belmicke neben Kaiser und König auch einen Prinzen, alle Kaufmann mit Namen, wenn auch aus drei verschiedenen Familien.

1961 feiert man im St.-Anna-Heim, welches durch ein seitlich angebrachtes Zelt vergrößert ist, das 40jährige Stiftungsfest. Um das Fest auch äußerlich als Jubiläum zu kennzeichnen, ist der Schmuck des Dorfes besonders üppig und Heinrich Stamm bringt mit seinen Böllern der Bevölkerung die Bedeutung des Festes lautstark nahe. König wird Josef Engel jun. aus Attenbach und die Kaiserwürde geht auf Karl-Klaus Engels, den Sohn des ersten Kaisers, Paul Engels über.

1966 erwirbt Karl-Klaus Engels die Kaiserwürde zum zweiten mal, während Hauptmann Bernhard Huperz König wird.

1971 wird das 50jährige Stiftungsfest gefeiert. Kaiser wird Reinhard Stamm, König Ferdinand Stahlhacke und Prinz Wolfgang Isenhardt. Anstelle seines verstorbenen Vaters Paul Engels wird Karl-Klaus Engels Schießwart. Die Jahreshauptversammlung beschließt die Einführung neuer Trachtenröcke und eines Preisschießen an den Advents- und Fastensonntagen. Im gleichen Jahr wird wegen ständig steigender Kosten der Beitrag der Schützen erhöht. Gewehr Käufe und teurer werdende Musikvereine zehren an den Finanzen des Vereins.

1973 findet das Schützenkränzchen in der Gaststätte Blum statt, weil das St.-Anna-Heim renoviert wird. In gemütlicher Enge wird kräftig gefeiert. Das Schützenfest dagegen  konnte wieder im St.-Anna-Heim durchgeführt werden. Zum ersten mal findet eine große Verlosung statt, deren Gewinn der Vereinskasse zugeführt wird.

1974 wird Dieter Wieneke 1.Vorsitzender. Er übernimmt das Amt von Josef Grütz, der den Verein von 1954 an geführt hatte. Josef Grütz wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Verein errichtet hinter dem St.-Anna-Heim einen Hochstand für das Vogelschießen, der den vorgeschriebenen Sicherheitsregeln entspricht und von einem Schießsachverständigen abgenommen wird.

Der 1974 errichtet Hochstand wurde bis 1996 für das Vogelschießen eingesetzt.

1976 ist ein neues Kaiserjahr, Hauptmann Bernhard Huperz wird Kaiser und Dieter Zimmer König. Neuer Hauptmann wird Engelbert Jüngermann. Im gleichen Jahr wird der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Sein eingetragener Name: Schützenverein Hohe Belmicke 1921 e.V.

In den folgenden  Jahren entwickelt sich der Verein zügig weiter. Außer den befreundeten Vereinen Bergneustadt und Pernze-Wiedenest, werden auch jetzt die Feste des neugegründeten St.-Clemens-Schützenverein in Drolshagen besucht.

1980 wird der Verein um eine starke Damenabteilung bereichert. Von 45 Neuaufnahmen sind 31 Damen.

1981 feiert man das 60jährige Stiftungsfest. Das Fest wird vom 19. - 21.Juni drei Tage groß gefeiert. Die Festwirtschaft wird an Herrn Valperz vergeben, die Kapellen Wegeringhausen und Iseringhausen spielen zum Fest, zwei Festzüge finden statt und es gibt erstmalig einen Festkommers. Gastvereine sind die Schützenvereine aus Bergneustadt, Pernze-Wiedenest, Drolshagen,  Bleche und Wegeringhausen. Vertreter der Stadt und des Rates sind als Gäste anwesend. Außer dem 1.Vorsitzenden Wieneke und Schriftführer Schürholz halten der Präsident des OSB Otto Specht und sein Vorgänger Adolf Pack die Festansprachen. Prälat Häger zelebriert die Festmesse. Kaiser wird Kurt Weingarten, König Franz Kaufmann und Prinz Heinz Halbe. Zum Fest erscheint eine Festschrift.
Der Verein nimmt mit einer Jugend-, Schützen und Altersmannschaft an verschiedenen Pokal- und Wettschießen teil. Eine eigene Sportschützenabteilung wird gegründet. Die Leitung übernimmt Heinz-Dietmar Engel. Der Verein organisiert und führt den Martinszug durch. Vereinsjugend- und Damenabteilung erhalten im Vorstand mit dem Jugendwart und
Damenwart Sitz- und Stimmrecht.

1982 ist vom 11-13.Juni Schützenfest. Der Musikverein Wegeringhausen bestreitet  die Festmusik. König wird Dieter Kaufmann, Prinz Achim Stamm. Vier Fahnen werden während des Schützenfestes gestohlen und tauchen nicht wieder auf.
Am 8. Januar wird der Präsident des Oberbergischen Schützenbundes Adolf Pack zu Grabe getragen. Eine Ehrensache der Belmicker Schützen an diese Beerdigung teilzunehmen. Der Martinszug wird auch in diesem Jahr vom Verein durchgeführt. In der Advents- und Fastenzeit findet das Preisschießen nicht nur vormittags, sondern auch nachmittags statt.

1983 wird in der Mitgliederversammlung Waldemar Kaufmann zum 2.Vorsitzenden gewählt, da Josef Kaufmann nach 8 Jahren aufhört. Das Schützenfest findet vom 3. - 5. Juni statt. Belmicke hat in diesem Jahr keinen Pfarrer. Aus diesem Grund übernimmt Pastor Niederhausen aus Berneustadt die Krönung und Schützenmesse. König wird Erich Zeni und Elmar Kamp Prinz. Es ist ein harmonisches Fest, das leider durch einen Sterbefall am späten Samstagabend auch ein trauriges Erlebnis hat.
Die Schießwettbewerbe im Verein laufen gut, auf überörtlicher Ebene stellen sich erste Erfolge ein. Mittwochs wird in der ehemaligen Schule (Bürgerhaus) Luftgewehrschießen als Freizeitsport angeboten. Dankbar bekunden die Sportschützen die Möglichkeit auf dem Bergneustädter Schießstand mit dem KK-Gewehr üben zu können. Außer den üblichen Schützenfest-besuchen nimmt der Verein auch am Schützenfest in Sinspert teil.


Bürgerhaus Belmicke mit LG-Schießstand

1984 findet im März in Belmicke die Delegiertentagung des Oberbergischen Schützenbundes statt. Alles wird bestens vorbereitet und durchgeführt. Die Ortsvereine helfen dabei. Erstmalig wird das neue Rednerpult benutzt, das der Verein auf eigene Kosten angeschafft hat. Angefertigt wurde das Rednerpult von Johannes Stamm. Die Ornamente wurden von einem Schnitzer aus Rhode angefertigt.
Heinz Siepen wird König, Guido Stamm Prinz. Erstmalig wird ein Kindervogelschießen durchgefürt. Erster Kinderkönig wird Rainer Fiege.
In Belmicke wird ein Dorffest durchgeführt unter Beteiligung aller örtlichen Vereine. Der Verein nimmt teil am Jubiläums-Schützenfest in Bleche und am 60jährigen Jubiläum des Oberbergischen Schützenbundes in Bergneustadt.
Die Sportschützen treten als eigener Verein dem Rheinischen Schützenbund bei. Der Verein bekommt den Namen "Sportschützenverein Hohe Belmicke e.V." DieSportschützen können von nun an an den offiziellen Meisterschaften teilnehmen.

1985 erhält der Verein mit Albert Engels einen neuen Kassierer. Johannes Stamm gibt nach zehn Jahren sein Amt ab. Ebenso wechselt das Amt des 1. Schießwarts von Karl-Klaus Engels auf Heinz-Dietmar Engel über. Rainer Hesse wird König, Rainer Tomasetti Prinz und Carmen Stamm Kinderkönigin.
Der Chronist vermeldet für das Jahr rege Teilnahme am Schießsport, ständig zurückgehende Teilnahme der Bevölkerung an Vereinsfeiern besonder am Schützenfest. Die Schützen Dieter Wieneke und Heinz-Dietmar Engel werden in den Bundesvorstand gewählt.

1986 gibt Horst Schürholz nach neun Jahren aus beruflichen Gründen sein Amt als Schriftführer ab. Sein Nachfolger wird Dieter Kaufmann. Die Amtszeit des Kaisers wird auf 3 Jahre verkürzt. Heinz-Dietmar Engel wird König, Waldemar Kaufmann Kaiser, Ingo Kaufmann Prinz und Michael Kaufmann Kinderkönig. Es wird darüber diskutiert, den Sportschützenverein als Verein im Verein zu integrieren. Der Verein macht sich stark für die Erhaltung der ehemaligen Schule als Bürgerhaus.
Weihbischof und Kardinal weilen auf der Belmicke (250 Jahre Annatag). Die Schützen nehmen an dieser Feier mit einer großen Abordnung teil. Der Rückgang der Bevölkerung am Schützenkränzchen, Schützenfest und Preisschießen hat seine Fortsetzung.


1987 wird ein schweres Jahr für den Verein. Dieter Wieneke tritt nach 14 Jahren als 1. Vorsitzender zurück. In der Mitgliederversammlung kann ein neuer Vorsitzender nicht gewählt werden. Auch das Amt des 2. Vorsitzenden kann nicht neu besetzt werden, Waldemar Kaufmann kandidiert nicht mehr. Engelbert Jüngermann gibt nach zehn Jahren sein Amt als Kommandant ab, Nachfolger wird Jürgen Müller.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird der 1. und 2. Vorsitzende neu gewählt. Heinz-Dietmar Engel übernimmt den 1. Vorsitzenden, Horst Windelschmidt den 2. Vorsitzenden.  Außerdem wird in dieser Versammlung die Satzung geändert. Nach Satzungsänderung kann der Sportschützenverein als selbständiger Verein als Verein im Verein zurückgeführt werden. Vom 12-14. Juni wird Schützenfest gefeiert. König wird Kurt Weingarten, Kinderkönig wird David Stracke, Prinzenschießen fällt mangels Masse aus. Die Sportschützen gewinnen die ersten Einzel- und Mannschaftmedaillen und Pokale. Ein Vereinspokalschießen mit befreundeten Vereinen findet erstmals in Belmicke statt.

Fortsetzung folgt